DN Deutsche Nachhaltigkeit AG setzt auf Grundlastwind für stabile Netze

DN Deutsche Nachhaltigkeit AG

Windkraft erzeugte im Jahr 2025 132 Terawattstunden Strom in Deutschland und belegte damit erstmals den Spitzenplatz unter allen Netto-Stromerzeugungsquellen. Dennoch lagen die Kapazitätsfaktoren von Onshore-Anlagen in den vergangenen Jahren nur zwischen 17 und 23 Prozent, was bedeutet, dass die meisten Anlagen mehr als drei Viertel der verfügbaren Stunden stillstanden.

Diese Lücke zwischen installierter Leistung und tatsächlicher Einspeisung definiert das Problem, das DN Deutsche Nachhaltigkeit AG adressieren will.

Ole Nixdorff, Vorstandsvorsitzender des Frankfurter Impact-Investors, erwarb am 24. März 2026 eine 20-prozentige Beteiligung an der WindWise GmbH. WindWise baut grundlastoptimierte Windkraftanlagen mit patentierter maxcap-Technologie, die über 4.000 Volllaststunden pro Jahr erreichen.

„Wir investieren nur in Unternehmen, bei denen klar erkennbar ist, dass sie zum ökologischen oder sozialen Fortschritt beitragen”, erklärt Nixdorff.

Was unterscheidet Grundlast-Windkraft von Standardanlagen?

Daten der Fachagentur Wind und Solar zeigen, dass deutsche Onshore-Anlagen im Durchschnitt nur rund 1.700 bis 3.000 Volllaststunden jährlich erreichten, abhängig von Standort und Anlagenalter. Herkömmliche Konstruktionen sind auf maximale Spitzenleistung bei optimalen Windverhältnissen ausgelegt, was zwar beeindruckende Nennleistungswerte ergibt, aber eine inkonstante tatsächliche Erzeugung zur Folge hat.

Grundlastoptimierte Anlagen verfolgen einen anderen technischen Ansatz. Statt auf maximale Erzeugung bei Starkwind zu setzen, halten maxcap-Anlagen die Leistung über ein breiteres Spektrum von Windgeschwindigkeiten konstant, einschließlich Bedingungen, bei denen Standardturbinen kaum oder gar keinen Strom erzeugen. WindWise-Anlagen verdoppeln damit annähernd die Erzeugungskonstanz konventioneller Onshore-Installationen und nähern sich den Verfügbarkeitsprofilen thermischer Kraftwerke.

Wie erreicht die maxcap-Technologie höhere Auslastung?

Größere Rotordurchmesser im Verhältnis zur Generatorleistung nutzen Energie aus niedrigeren Windgeschwindigkeiten, die Standardanlagen nicht effizient umwandeln können. Gleichzeitig sorgt eine ausgefeilte Pitchregelung für stabile Erzeugung bei wechselnden Bedingungen, sodass die Anlage auch bei schnellen Wetterwechseln durchgehend Strom liefert. Die Netzauslastung verbessert sich, weil maxcap-Anlagen kontinuierlich einspeisen statt in unvorhersehbaren Schüben.

Konventionelle Windparks zwingen Netzbetreiber, Reservekapazitäten vorzuhalten, typischerweise Gaskraftwerke im Teillastbetrieb, die bei Windflaute schnell hochfahren können. Grundlastwind reduziert diesen Reservebedarf und die damit verbundenen Brennstoffkosten und Emissionen. Die Nachhaltigkeitsanleihe der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG mit 10 Prozent Jahreszins finanziert Beteiligungen an Unternehmen wie WindWise, die diese netzseitige Ineffizienz adressieren.

DN Deutsche Nachhaltigkeit AG bewertete diesen netzseitigen Nutzen durch ihr proprietäres Venture Impact Assessment, bei dem WindWise 44 Punkte erzielte, 76 Prozent über der Mindestschwelle von 25 Punkten.

Welche Rolle spielen Grundlastanlagen im deutschen Energiemix?

Die Ziele der Energiewende erfordern einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien. Wind und Solar lieferten 2025 zusammen 55,9 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung, doch die Netzstabilität blieb in wind- und sonnenarmen Phasen auf fossile Erzeugung angewiesen. Stromspeicher sind im Netzmaßstab weiterhin teuer, und Wasserstoff-Backup ist noch Jahre von der Einsatzreife entfernt.

WindWise plant bis 2030 die Errichtung von über 100 Anlagen mit Schwerpunkt auf dezentralen Standorten mit begrenzter Netzanschlusskapazität. Konstante, moderate Einspeisung passt deutlich besser zu eingeschränkten Netzanschlüssen als volatile Spitzenerzeugung, die lokale Infrastruktur bei Sturm überlastet und bei Flaute nichts liefert. Diese dezentrale Verteilung verringert zudem die Abhängigkeit von überregionalen Übertragungsleitungen, deren Ausbau sich bis in die Mitte der 2030er Jahre verzögert.

Industrielle Stromkäufer und Erzeugungsprofile

Stromabnahmeverträge (Power Purchase Agreements) haben europaweit an Bedeutung gewonnen, doch industrielle Abnehmer stehen bei Standard-Windverträgen vor einem konkreten Problem. Produktionsschwankungen zwingen Käufer dazu, Ersatzliefervereinbarungen aufrechtzuerhalten, was Kosten und Komplexität erhöht.

WindEurope dokumentierte, dass Europa 2025 insgesamt 45 Milliarden Euro in neue Windenergie investierte, wobei die Unternehmensnachfrage einen erheblichen Anteil ausmachte. Grundlastanlagen bieten Erzeugungsprofile, die zu industriellen Betriebszeiten passen, wo Produktion 16 bis 24 Stunden täglich läuft und konstante Stromversorgung benötigt.

DN Deutsche Nachhaltigkeit AG sieht diese Industrienachfrage als Wachstumstreiber und nutzt ihr Kapitalmarkt-Beratungsmodell sowie ihr Netzwerk aus Bankern und Rechtsberatern, um Portfoliounternehmen wie WindWise mit gewerblichen Abnehmern zu verbinden.

SDG-Ausrichtung und Emissionswirkung

DN Deutsche Nachhaltigkeit AG legt bei jeder Portfolioergänzung strenge Wirkungskriterien an. SDG 7 (Bezahlbare und saubere Energie) knüpft direkt an die Fähigkeit von Grundlastwind an, konstanten erneuerbaren Strom ohne die Intermittenz-Problematik zu liefern, die Systemkosten erhöht. SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) profitiert, weil jede Volllaststunde Windstromerzeugung fossile Verbrennung verdrängt und höhere Auslastungsraten mehr Verdrängung pro installiertem Megawatt bedeuten.

Nixdorff beschreibt den Portfolioaufbau über Diversifikation: „Wir haben gewisse Themen in unserem Portfolio, wie sauberes Wasser, Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Mobilität sowie Fitness und Gesundheit.” WindWise erweitert DN Deutsche Nachhaltigkeit AG in den Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung und ergänzt bestehende Beteiligungen wie die an EU-Biotech-Produktion über Algene.

Die Nachhaltigkeitsanleihe der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG eröffnet Anlegern Zugang zu diesem wachsenden Spektrum an Wirkungssektoren.

DN Deutsche Nachhaltigkeit AG verfolgt das Ziel, ein skalierbares Impact-Portfolio aufzubauen, bei dem jede Beteiligung einen konkreten ökologischen oder sozialen Engpass adressiert, und WindWise-Grundlastanlagen schließen eine Lücke, die das bisherige Engagement im Bereich sauberer Energie nicht abdeckte.

Was sollten Energieinvestoren bewerten?

Investoren, die Grundlastwind prüfen, sollten drei Faktoren untersuchen:

  • Verifizierte Volllaststundendaten: Unabhängige Messungen über mehrere Betriebsjahre sind aussagekräftiger als theoretische Projektionen, da Schwankungen der Windressource bedeuten, dass Einzeljahresdaten irreführen können.
  • Netzanschlussökonomie: Standorte mit eingeschränkter Netzkapazität begünstigen tatsächlich Grundlastanlagen, da konstante Einspeisung Einspeisemanagement-Verluste vermeidet, mit denen Standardanlagen bei Überschreitung lokaler Kapazitätsgrenzen konfrontiert sind.
  • Kapitalmarktreife: WindWise plant die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, wobei DN Deutsche Nachhaltigkeit AG als beratender Investor auf mehr als 25 erfolgreiche Transaktionen zurückgreift, um diesen Übergang zu begleiten.

„Wir wählen sehr bewusst und mit Bedacht die Unternehmen aus, an denen wir uns beteiligen, damit wir Impact und Rendite möglichst optimal miteinander verbinden können”, fasst Nixdorff zusammen. Die Grundlasttechnologie von WindWise füllt eine Lücke im skalierbaren Impact-Portfolio der DN Deutsche Nachhaltigkeit AG und adressiert eine strukturelle Schwäche der Windenergie, die die Fähigkeit des Sektors begrenzt hat, grundlastfähige fossile Erzeugung vollständig zu ersetzen.

Lesen Sie auch: julianna margulies

Back To Top